Hacker rootet Amazon Echo Dot 3 und löst ihn von der Amazon-Cloud

Ein Bastler namens Andy hat ein Amazon Echo Dot 3 aus dem Jahr 2018 gerootet, berichtet Hackaday. Damit lässt sich das Gerät von Amazons Cloud trennen und als lokaler Home-Assistant-Sprachsatellit betreiben.
USB-Anschluss auf die Platine gelötet
Der erste Schritt besteht darin, auf die Platine im Inneren des Geräts zuzugreifen. Da das Dot keinen USB-Anschluss besitzt, muss das Gehäuse geöffnet und ein USB-Stecker an die Testpads der Leiterplatte gelötet werden.
Der Echo Dot ist einer von Amazons Smart Speakern, die auf den Sprachassistenten Alexa und die AWS-Cloud des Konzerns ausgerichtet sind. Das Gerät ist bewusst schlicht gehalten, weshalb Hackaday darauf hinweist, dass manche Besitzer es lieber von dieser Cloud trennen würden.
Lokaler Sprachassistent auf dem Gerät
Nach dem Rooten lässt sich das Gerät mit einem Projekt von Julian Imhof als Home-Assistant-Sprachsatellit einrichten. Der Code wurde zu großen Teilen mit Claude erstellt. Andy zufolge funktioniert er, ist aber nicht geprüft, weshalb Vorsicht geboten ist.
Das Projekt unterstützt nur bestimmte Modelle der Echo-Dot- und Echo-Show-Reihe, die auf der Projektseite aufgeführt sind. Andere Echo-Geräte lassen sich über den vorhandenen USB-Anschluss anbinden, was den ersten Schritt vereinfacht.
Die Geräte laufen mit Fire OS, einer Android-Variante. Dafür müssen der Bootloader entsperrt und die App hassmic installiert werden, die Alexa ersetzt.
Offene Fragen
- Wird sich der ungeprüfte Code im Dauerbetrieb als zuverlässig erweisen?