Deka öffnet Bitcoin-Handel für Sparkassen-Kunden zu 0,99 Euro je Order
Die DekaBank, Wertpapierdienstleister der deutschen Sparkassen, hat den Kryptohandel gestartet. Volljährige Kunden teilnehmender Sparkassen können darüber Bitcoin über die Sparkassen-App kaufen und verkaufen. Laut CryptoSlate, dem Medium, das den Start meldete, fallen je Order eine Gebühr von 0,99 Euro und ein Spread an, zudem sind die Möglichkeiten zur Übertragung der Bestände eingeschränkt.
So erhalten Kunden Zugang
Der Dienst mit dem Namen „Krypto – powered by Deka“ steht volljährigen Kunden teilnehmender Sparkassen offen. Vorausgesetzt wird ein Girokonto bei einer teilnehmenden Sparkasse; das Krypto-Depot wird im Bereich Anlegen der App eröffnet. Neben Bitcoin sind Ethereum, Solana, XRP und Polygons POL verfügbar.
Die Liste teilnehmender Institute der Deka nennt Frankfurter Sparkasse, Sparkasse Rottal-Inn, Niederrheinische Sparkasse RheinLippe, Taunus Sparkasse und Sparkasse Karlsruhe. Jede Sparkasse trifft ihre Entscheidung über das Angebot selbst, und der Ausbau soll in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen.
Kosten und Beschränkungen bei Transfers
Das Preisblatt der Deka sieht je Kauf oder Verkauf eine Gebühr von 0,99 Euro vor, ohne Mindestordergröße und mit einer Obergrenze von 250.000 Euro je Transaktion. Der Handelskurs enthält zusätzlich einen DekaBank-Spread auf einen Marktreferenzpreis. Einen numerischen Spread-Satz nennt das Preisblatt nicht, sodass die Ordergebühr allein die Gesamtkosten eines Trades nicht zeigt.
Die Deka verwahrt die Krypto-Bestände zentral und hält die privaten Schlüssel in einem gemeinsamen Sammeldepot, einem sogenannten Omnibus-Wallet. Ausgehende Übertragungen sind nur an Adressen bestimmter Krypto-Dienstleister, sogenannter CASPs, erlaubt, Transfers in eine eigene Self-Custody-Wallet sind damit ausgeschlossen. Verwahrung und zulässige Auslieferung bietet die Deka kostenlos an. Die Produktseite warnt zudem, dass technische Störungen und Wartungsarbeiten den Kauf oder Verkauf zum gewünschten Zeitpunkt oder Preis verhindern können.
Hintergrund und offene Punkte
Der Start folgt Plänen, über die im Juni 2025 berichtet wurde. Die Ankündigung der Deka und das Institutsverzeichnis nennen keine Zahlen zu eröffneten Krypto-Depots oder handelnden Kunden, sodass das tatsächliche Ausmaß der Nutzung offen bleibt.
Offene Fragen
- Welchen Spread wendet die DekaBank bei Krypto-Trades an?
- Wie viele Kunden werden ein Krypto-Depot eröffnen?
- Welche weiteren Sparkassen kommen beim schrittweisen Ausbau hinzu?