Morgan Asset Management erwartet 10 % Jahresrendite für Bitcoin und lässt sie aus Kernmodellen
Laut Decrypt hat Morgan Asset Management erstmals eine langfristige Renditeprognose für Bitcoin vorgelegt und setzt 10 % pro Jahr für die kommenden 10 bis 15 Jahre an. Die Kryptowährung bleibt dennoch aus den wichtigsten Portfoliomodellen des Hauses ausgeklammert, unter Verweis auf Volatilität und instabile Korrelationen.
Was die Prognose vorsieht
In den am Montag veröffentlichten Langfristannahmen des Kapitalmarkts 2027 kalkuliert Morgan Asset Management für Bitcoin eine jährliche Zinseszinsrendite von 10 % über 10 bis 15 Jahre. Das übertrifft die Erwartungen von 7,5 % für US-Large-Caps, 5,5 % für Gold und 7 % für ein klassisches 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen.
Der Bericht veranschlagt für Bitcoin eine annualisierte Volatilität von 55 %, Gold kommt auf etwa 17 %. Diese Differenz erklärt, warum der einfache Durchschnitt der Jahresgewinne bei 20,9 % liegt und damit deutlich über der Zinseszinsrendite, die Anleger nach großen Kursschwankungen tatsächlich behalten.
Bitcoin bleibt außerhalb der Kernmodelle
Trotz der Renditeerwartung hat das Haus Bitcoin nicht in die Modelle aufgenommen, mit denen es die gemeinsame Bewegung von Anlagen abbildet. Stattdessen entwickelte es eine separate, kleinere Matrix, die Bitcoin mit einer Auswahl anderer Anlagen vergleicht. Als Hindernisse für eine breitere Aufnahme in Portfolios nennt es Volatilität und instabile Korrelationen. Das Szenario einer Währungsentwertung als Argument für den Vermögenswert bezeichnete es als "wide of the mark".
Krypto-Anbieter widerspricht bei Volatilität
Bitwise-Anlagechef Matt Hougan begrüßte die Prognose, nicht aber jede ihrer Annahmen. Hougan hält die Volatilitätsannahme von 55 % für zu hoch, wodurch die Renditeprognose seiner Ansicht nach zu konservativ ausfällt. Bitwise, das Krypto-Indexfonds und ETFs verwaltet, hat an dieser Sicht ein eigenes Interesse.
Weitere Blockchain-Aktivitäten der Bank
Die Prognose fällt in eine Phase, in der JPMorgan seine eigenen Blockchain-Aktivitäten ausbaut. Die Bank bringt JPM Coin, einen Token für Dollareinlagen, auf Ethereum und ist bei Initiativen für tokenisierte Aktien mit BlackRock, Goldman Sachs und der DTCC vertreten.
Offene Fragen
- Nimmt das Haus Bitcoin künftig in seine wichtigsten Portfoliomodelle auf?
- Hält die Volatilitätsannahme von 55 % dem tatsächlichen Kursverlauf von Bitcoin stand?