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FTC verklagt Betreiber, die sich als US-Passdienst der Regierung ausgeben sollen

Close-up of the ornate archways and columns at the Minnesota State Capitol building.
Symbolbild.Photo by Andrew Patrick Photo on Pexels

Die US-Handelskommission FTC hat Klage gegen Betreiber von Websites eingereicht, die nach ihrer Darstellung über bezahlte Google-Suchanzeigen als offizielle Regierungsdienste auftreten und Reisende für Passhilfe zur Kasse bitten, die sie kostenlos erhalten könnten. Die Behörde sieht darin den Versuch, über falsche Dienstversprechen an finanzielle und persönliche Daten der Kunden zu gelangen.

So soll das Muster funktionieren

Laut FTC kaufen die Beklagten Google-Suchanzeigen und richten Zielseiten ein, die ihre Angebote dort platzieren, wo Verbraucher amtliche Bundesdienste erwarten. GovAssist und Entry, so die Behörde, ließen Kunden glauben, sie hätten es mit der Bundesregierung oder einem autorisierten behördennahen Anbieter zu tun, obwohl dies nicht zutrifft.

Die FTC erklärt, Verbraucher erhielten in vielen Fällen lediglich einen ausgefüllten Passantrag, den sie kostenlos auf der Website des Außenministeriums hätten beziehen können.

Preise und Lieferzusagen in der Kritik

Die Klage wirft den Beklagten vor, mit Leistungen ab 89 US-Dollar zu werben, während das günstigste tatsächliche Angebot 119 US-Dollar zuzüglich 29 US-Dollar Versandkosten, insgesamt 148 US-Dollar, betrage. Die für das Außenministerium nötige Zusatzzahlung werde auffällig dargestellt und zugleich heruntergespielt, sodass manche Kunden nicht erkennen, dass sie erneut zahlen müssen.

Die Behörde beanstandet außerdem Eilzusagen von 6 bis 10 beziehungsweise 3 bis 4 Werktagen. Diese seien schneller als der schnellste Eilservice des US-Außenministeriums, der einzigen Quelle für Pässe. Zudem sollen die Beklagten gefälschte positive Kundenbewertungen veröffentlicht haben, um ihre Dienste seriös wirken zu lassen.

Rechtliche Grundlage der Klage

Die FTC sieht im Verhalten der Beklagten einen Verstoß gegen den FTC Act, die Impersonation Rule und den Gramm-Leach-Bliley Act. Christopher Mufarrige, Direktor des Bureau of Consumer Protection der FTC, sagte, bezahlte Suchanzeigen und Zielseiten zur Vortäuschung staatlicher Autorität gegenüber amerikanischen Reisenden seien illegal.

Die Mitteilung der Behörde verweist zudem auf einen früheren Fall um Stalkerware, der mit einer endgültigen Verwaltungsanordnung zum Datenschutz endete.

Wichtige Fakten

  • Die FTC wirft den Betreibern vor, mit bezahlten Suchanzeigen als Regierung oder Behördenpartner aufzutreten und Reisende, die Passdienste suchen, auf ihre Websites zu locken, und dann falsche Dienstversprechen zu machen, um finanzielle und persönliche Daten zu erlangen.

Quellen & Belege