Gericht verbietet Accelerated Debt Settlement dauerhaft nach FTC-Vorwurf falscher Identitäten
Ein US-Bundesgericht hat den Betrieb von Accelerated Debt Settlement dauerhaft untersagt. Die Federal Trade Commission wirft den Betreibern vor, sich als Banken, Kreditkartenfirmen und Behörden ausgegeben zu haben, um Senioren und Veteranen zu erreichen. Gegen mehrere Unternehmen wurde nun ein Versäumnisurteil über 106,8 Millionen US-Dollar verhängt.
Versäumnisurteil trifft die Unternehmen
Am 14. Oktober 2026 erließ das Gericht ein Versäumnisurteil über 106,8 Millionen US-Dollar gegen sieben Unternehmen, darunter Accelerated Debt Settlement Inc. und Futura Capital. Die Anordnung schließt die beteiligten Firmen und Einzelpersonen zudem aus der Branche der Schuldenregulierung aus.
Laut der Klage der FTC gaben die Betreiber vor, Banken und staatliche Stellen zu sein, und stellten in Aussicht, Verbraucherschulden um bis zu 75 Prozent oder mehr zu verringern. Den Kontakt stellten sie per Telefonwerbung her oder über Anrufe auf eingehende Rufnummern, die aus Direktwerbung per Post und Online-Anzeigen entstanden. Dazu kassierten sie Vorauszahlungen, die die Klage als unzulässig einstuft.
Einzelanordnungen hängen an übergebenen Vermögenswerten
Die Anordnung gegen Lakes sieht ein Urteil über 104,3 Millionen US-Dollar vor, gesamtschuldnerisch mit den übrigen Beklagten. Es wird teilweise ausgesetzt, sobald er Vermögenswerte von rund 12,6 Millionen US-Dollar übergibt. Knechtels Urteil über 37.299.828 US-Dollar ist ausgesetzt, weil er nicht zahlen kann. Reaney muss entweder 175.000 US-Dollar überweisen oder den Titel an ihrem Haus in Scottsdale, Arizona, herausgeben.
Von den Einzelpersonen eingezogenes Geld soll den getäuschten Verbrauchern zugutekommen. Sollte sich später herausstellen, dass jemand seine finanzielle Lage gegenüber der Kommission falsch dargestellt hat, würde das volle Urteil gegen diese Person sofort fällig. Die Kommission stimmte den drei vereinbarten Endanordnungen jeweils mit 2:0 zu; die FTC reichte sie beim Gericht ein.
Frühere Sperre und offizielle Reaktion
Im Juli 2025 hatte ein Bundesgericht auf Antrag der FTC den Betrieb vorläufig gestoppt. Christopher Mufarrige, Direktor des Bureau of Consumer Protection, nannte das Vorgehen empörend: Die Betreiber hätten Senioren und Veteranen ausgenutzt, indem sie sich als vertrauenswürdige Institutionen ausgaben, bevor sie deren Geld nahmen.
Die FTC verweist Verbraucher auf Informationen, wie sie sich vor Kreditkarten- und anderen Schuldenhilfe-Betrügereien schützen, und bittet darum, mutmaßlichen Betrug unter ReportFraud.ftc.gov zu melden.
Offene Fragen
- Reichen die von den Einzelpersonen übergebenen Vermögenswerte aus, um die getäuschten Verbraucher zu entschädigen?