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MIT stellt Origami-Bauweise für leichte, tragfähige Strukturen vor

Elegant entrance of Türkiye İş Bankası with architectural details in Istanbul.
Symbolbild.Photo by Zeynep on Pexels

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben einen auf Origami beruhenden Ansatz für komplexe Bauwerke entwickelt, der sich günstiger zusammensetzen lässt und weniger Material braucht als manche herkömmlichen Methoden, wie MIT News berichtet.

Wie das modulare System entsteht

Der Ansatz vereinfacht den Entwurf steifer, leichter Schalenstrukturen aus modularen Einheiten. Jede Einheit wird aus einem flachen Materialbogen geschnitten und anschließend in ihre endgültige Form gefaltet. Die Einheiten werden danach mit einfachem Werkzeug und einem Montageablauf, der kaum Fehlerspielraum lässt, zu einem größeren Gitter verbunden.

Steifigkeit und Materialersparnis

Das Team berichtet, dass sich mit seiner Technik Strukturen erzeugen lassen, die um ein Vielfaches steifer sind als solche anderer Formen des Strukturorigamis, und dafür nur etwa zwei Drittel des Materials benötigen.

Skalierung bis zur raumgroßen Skulptur

Über kleine Prototypen hinaus fertigten die Forscher eine raumgroße gefaltete Aluminiumskulptur. Sie wurde kürzlich in der Boston Public Library aufgehängt und eröffnete dort als Ausstellung die jährliche Fab Lab Conference and Symposium.

Mögliche Einsatzgebiete und das Team

Die modulare Methode könnte Notunterkünfte für die Katastrophenhilfe unterstützen, da sich solche Unterkünfte rasch fertigen, als flache Platten verschicken und nach einem Erdbeben oder einer Überschwemmung vor Ort aufstellen lassen. Sie könnte außerdem belastbare, leichte Teile für Flugzeuge oder modulare Roboter sowie Bauelemente wie schalldämpfende Paneele und Fassaden hervorbringen.

Riccardo Foschi von der Universität Bologna, Rupert Maleczek von der Universität Innsbruck und Tomohiro Tachi von der Universität Tokio haben gemeinsam mit dem leitenden Autor Neil Gershenfeld, einem MIT-Professor und Leiter des CBA, an der Arbeit mitgewirkt. Die Forschung erscheint im International Journal of Solids and Structures.

Offene Fragen

  • Wie sich die Methode bei Gebäuden in voller Größe über den Prototyp und die Skulptur hinaus bewährt, ist nicht berichtet worden?

Wichtige Fakten

  • MIT-Forscher haben eine auf Origami basierende Bauweise für komplexe Strukturen entwickelt.
  • Die Methode kann günstiger und einfacher zu montieren sein als manche herkömmlichen Verfahren.
  • Die Technik verbraucht weniger Material als manche herkömmlichen Ansätze.
  • Strukturen können um ein Vielfaches steifer sein als bei anderen Formen des Strukturorigamis.
  • Die Technik benötigt nur etwa zwei Drittel des Materials anderer Strukturorigami-Verfahren.

Quellen & Belege