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Binance-Hack: Gelder über 798.000 Dollar in SOL in Privacy Cash geschleust

Close-up of a vintage audio mixer with a microphone and recording equipment on a desk.
Symbolbild.Photo by Zhengyang TIAN on Pexels

Gelder, die dem Hot-Wallet-Einbruch bei Binance vom 29. Oktober zugeordnet werden, sind laut dem Analysekonto Onchain Lens in Privacy Cash geflossen, ein Mixing-Werkzeug auf Solana. Die Einzahlung im Gegenwert von rund 798.000 Dollar fällt in eine Zeit, in der die Börse Fortschritte beim Ersetzen der bei einem Einbruch von 6,34 Milliarden Dollar verlorenen Vermögenswerte meldet.

Einzahlung am 3. November gemeldet

Crypto Briefing und crypto.news berichten übereinstimmend, dass Onchain Lens am 3. November Alarm schlug. Das Analysekonto führt die Einzahlung auf eine Adresse zurück, die es dem Hot-Wallet-Hack bei Binance vom 29. Oktober zuordnet. Hot Wallets sind mit dem Internet verbundene Wallets, aus denen Börsen laufende Auszahlungen bestreiten.

Statt zu einer anderen Börse oder einer frisch angelegten privaten Wallet zu wandern, gelangten die 8.567 SOL in Privacy Cash, einen Dienst, der die sichtbare Spur zwischen Herkunft und endgültigem Ziel eines Geldes kappen soll.

Wie Privacy Cash Gelder bündelt und verschleiert

Krypto-Mixer sammeln Einzahlungen vieler Nutzer in einem gemeinsamen Pool und lassen Auszahlungen an Adressen gehen, die sich nicht offensichtlich auf der Blockchain mit dem ursprünglichen Geld verbinden lassen. Je größer der Pool, desto schwerer ist es, eine Einzahlung einer Auszahlung zuzuordnen.

Privacy-Werkzeuge auf Solana und anderen Chains stützen sich in der Regel auf kryptografische Nachweise. Damit kann ein Nutzer belegen, dass er zur Auszahlung berechtigt ist, ohne offenzulegen, welche Einzahlung seine war. Solanas Tempo und niedrige Transaktionskosten erleichtern es außerdem, Gelder schnell über viele Adressen zu verteilen.

Weitere Mixer-Aktivität im Blick

Onchain Lens verfolgt nach eigenen Angaben zusätzliche Adressen, die Mixer-Aktivität zeigen. Dieses Muster legt nahe, dass die Einzahlung vom 3. November Teil eines breiteren Vorgehens sein könnte und keine isolierte Überweisung ist.

Geldwäsche nach einem großen Hack verläuft typischerweise in Etappen: Gestohlene Werte werden auf Wallets verteilt, zwischen Token getauscht, über Chains bewegt und schließlich über Privacy-Dienste geleitet. Öffentliche Hinweise wie dieser geben Börsen Gelegenheit, nach passenden Einzahlungen zu suchen und Gelder womöglich einzufrieren, bevor sie abgehoben werden.

Einordnung für Binance und Privacy-Werkzeuge

Binance ist ein Kryptowährungsbörsen- und Finanzunternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten und meldet laufende Fortschritte beim Ersetzen der beim Einbruch entwendeten Vermögenswerte. Die hier bewegte Summe ist im Vergleich zu großen Hacks gering. Der Einsatz von Mixern zur Geldwäsche gestohlener Krypto-Werte hält Regulierer dennoch im Fokus und könnte die Aufmerksamkeit allgemein auf Privacy-Werkzeuge lenken.

Offene Fragen

  • Wird sich zeigen, dass die von Onchain Lens verfolgten zusätzlichen Adressen mit demselben Einbruch zusammenhängen?
  • Werden Teile der überwiesenen Gelder eingefroren, bevor sie abgehoben werden können?

Wichtige Fakten

  • Eine mit dem Hot-Wallet-Hack bei Binance vom 29. Oktober verbundene Adresse hat knapp 798.000 Dollar in Solana in Privacy Cash eingezahlt.
  • Onchain Lens hat die Überweisung am 3. November gemeldet.
  • Die Einzahlung von 8.567 SOL wird als Versuch gewertet, gestohlene Mittel zu waschen.
  • Onchain Lens verfolgt weitere Adressen, die Mixer-Aktivität zeigen.

Quellen & Belege