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Bitcoin & Krypto EINZELNE QUELLE

Binance stoppt Auszahlungen nach Hack, der nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor zugeschrieben wird

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Symbolbild.Photo by Julio Lopez on Pexels

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Kryptobörse und Finanzdienstleisterin Binance hat nach einem Einbruch, bei dem Gelder auf mehr als zehn Blockchains abflossen, sämtliche Auszahlungen ausgesetzt. Laut Crypto Briefing bringen TRM Labs, Chainalysis und das FBI den Angriff mit TraderTraitor in Verbindung, einer nordkoreanischen Hackergruppe.

Wie der Abfluss ablief

Dem Bericht zufolge dauerte das Abziehen der Vermögenswerte zwischen 20 und 30 Minuten. Der Eindringling traf die weltweit größte Kryptobörse auf mehr als zehn Blockchains, und Binance reagierte, indem das Unternehmen jede Auszahlung anhielt.

Binance veröffentlichte am 3. November 2026 einen ersten Vorfallbericht. Das Dokument beschrieb das Geschehen als langwierige Operation mit Schadsoftware und ausgefeilten Verschleierungstechniken statt als einen schnellen Zugriff. Der Ausgangspunkt sei offenbar menschlicher und nicht technischer Natur gewesen: Die Angreifer setzten auf Social Engineering, darunter vorgetäuschte Vorstellungsgespräche für Binance-Ingenieure, um sich Zugang von innen zu verschaffen.

Einfrierungen und Entschädigung

Binance stimmte sich mit den Stablecoin-Emittenten Tether, der USDT ausgibt, und Circle, der USDC ausgibt, ab, um rund 3 Milliarden Dollar der gestohlenen Gelder zu sperren. Die Börse stellte zudem mehr als 6,34 Milliarden Dollar aus eigenen Mitteln bereit, um die Nutzer zu entschädigen.

Die Dienste kamen dem Bericht zufolge schrittweise statt auf einmal zurück.

Warum einfrierbare Token den Unterschied machten

Stablecoins wie USDT und USDC werden von Unternehmen herausgegeben, die bestimmte Adressen blockieren können, und in diesem Fall hielt diese Möglichkeit rund 3 Milliarden Dollar außerhalb der Reichweite der Angreifer. Doch etwa die Hälfte der gestohlenen Werte wurde in Token verschoben, denen eine zentrale Sperrfunktion fehlt. Sobald Geld dort ankommt, besitzt kein Emittent einen Schalter, mit dem sich der Fluss stoppen ließe.

Tokenisierte Wertpapiere, also traditionelle Vermögenswerte, die als handelbare Einträge auf einer Blockchain abgebildet werden, folgen einer vergleichbaren Logik, da Emittenten in der Regel die administrative Kontrolle darüber behalten, wer sie halten oder übertragen darf. Crypto Briefing hält den Vorfall für einen Beleg dafür, dass strengere Sicherheitsmaßnahmen und regulatorische Rahmenbedingungen dringend nötig sind, um tokenisierte Vermögenswerte weltweit zu schützen.

Eine anhaltende, staatlich gestützte Bedrohung

Dem Bericht zufolge sind nordkoreanische Gruppen wie TraderTraitor staatlich unterstützt, und ihre Kampagnen gegen Plattformen für digitale Vermögenswerte sind zu einer andauernden Bedrohung geworden.

Offene Fragen

  • Welche Blockchains und Token außer den Stablecoins waren von dem Abfluss betroffen?
  • Wird die laufende Untersuchung von Binance die Angaben zum Social Engineering aus dem ersten Bericht bestätigen?

Quellen & Belege