GLM-5.3 nutzt sechs Firefox-Versionen aus, Mozilla schließt verwandte Lücke

Das Frontier Red Team von Anthropic berichtet, dass Z.ais Modell GLM-5.3 funktionierende Exploits gegen sechs Firefox-Versionen bauen konnte, gestützt auf Sicherheitskorrekturen, die Nutzer noch nicht erreicht hatten. Mozilla hat inzwischen eine verwandte Schwachstelle geschlossen.
Was das Red Team geprüft hat
Die Ergebnisse veröffentlichte das Frontier Red Team von Anthropic in einem Bericht vom 29. September. Untersucht wurde GLM-5.3, ein Modell, das Z.ai am 14. August 2026 freigab.
Anthropic ist ein Unternehmen für künstliche Intelligenz mit Sitz in San Francisco, zu dessen Produkten Claude und Claude Code gehören.
Firefox-Exploits aus unveröffentlichten Fixes
Das aufsehenerregendste Ergebnis betrifft Firefox. Laut Bericht gelang es GLM-5.3, sechs Firefox-Versionen anzugreifen, indem es auf Sicherheitskorrekturen aufbaute, die zwar geschrieben, aber noch nicht öffentlich ausgeliefert waren.
Mozilla dichtete nach den Befunden eine verwandte Schwachstelle ab.
Zumindest in diesen Tests zeigt das Modell seine größte Stärke bei JavaScript-Engines, also jenen Komponenten eines Browsers, die auf jeder geöffneten Website Code ausführen.
Benchmark-Ergebnisse und kleinere Variante
Im Benchmark ExploitBench von Anthropic erzeugte GLM-5.3 in 50 von 410 Versuchen funktionierende Exploits, eine Erfolgsquote von 12,2 Prozent. Claude Mythos Preview von Anthropic kam im selben Benchmark auf 56 Exploits.
In angeleiteten Forschungssitzungen identifizierte GLM-5.3 laut Red Team mehrere neue Schwachstellen und fügte sie zu einem bedeutenden Exploit zusammen, der beliebige Dateien auf einem angegriffenen Rechner lesen konnte, darunter SSH-Schlüssel.
Auch die kleinere Variante GLM-5.3-Flash zeigte Fähigkeiten: Sie verknüpfte bekannte Fehler, darunter die Chrome-V8-Lücke CVE-2026-11645, zu einem ARM64-Exploit, bei API-Kosten von etwa 20,40 US-Dollar.
Warum offene Modelle das Risiko erhöhen
Der Vorfall verdeutliche laut Bericht den wachsenden Bedarf an robusten KI-Sicherheitsmaßnahmen, weil Open-Weight-Modelle, deren trainierte Parameter jeder herunterladen darf, Schwachstellen im großen Maßstab ausnutzen können.
GLM-5.3 ist eine Weiterentwicklung von GLM-5.2; seine neuen Fähigkeiten gehen auf Nachtraining zurück und nicht auf einen Neubau. Das Modell bietet ein Kontextfenster von 1 Million Token, und seine Gewichte wurden auf Hugging Face mehr als 1,3 Millionen Mal heruntergeladen.
Offene Fragen
- Welche Firefox-Schwachstelle hat Mozilla geschlossen, und wie eng hängt sie mit den unveröffentlichten Korrekturen zusammen?
- Wie stark hing die Exploit-Arbeit von angeleiteten Sitzungen ab, statt dass das Modell selbstständig arbeitete?