Kritische Linux-Lücke CVE-2026-98432 kann Ubuntu-Systeme zum Absturz bringen
Eine kritische Schwachstelle im Linux-Kernel, erfasst unter der Nummer CVE-2026-98432, kann Ubuntu-Systeme durch einen Speicherfehler im Netzwerkcode zum Absturz bringen. Das berichtet GBHackers. Der Lücke wurde ein CVSS-Schweregrad von 9,8 zugewiesen.
Wie die Lücke wirkt
Laut dem Bericht handelt es sich um eine Use-after-free-Schwachstelle bei der Verarbeitung von IPv4-TCP-Verbindungen. Ihr Ursprung liegt in einer Funktion, die die IP-Optionen von einem Anfragesocket an ein neu erzeugtes Kindsocket übergibt, ohne die zugrunde liegenden Daten zu kopieren.
Ein anderer Prozessor, der ein erneut gesendetes Verbindungsaufbau-Paket für dieselbe Anfrage bearbeitet, kann währenddessen eine Antwort erstellen, die auf diese geteilten Optionen zugreift. Wird das Kindsocket zerstört, bevor diese Antwort fertig ist, kann der Zugriff auf bereits freigegebenen Speicher erfolgen.
Zeitablauf und Behebung
Canonical, das in London ansässige Softwareunternehmen hinter Ubuntu, veröffentlichte am 15. Oktober 2026 eine Sicherheitswarnung und stellte am 29. Oktober ein Update bereit. Dem Bericht zufolge kann das Problem auf betroffenen Systemen zu Abstürzen und Dienstunterbrechungen führen.
Derselbe Bericht nennt ein verwandtes Wettlaufproblem, das die Migration von Anfragesockets betrifft, wenn eine bestimmte Kernel-Einstellung aktiviert oder ein bestimmtes BPF-Programm verwendet wird.
Was nicht bestätigt ist
Die Schwachstelle kann zwar einen Absturz auslösen, die veröffentlichte Beschreibung stellt jedoch keinen zuverlässigen Fernangriff dar und bestätigt keine aktive Ausnutzung. Die Darstellung stützt sich auf die Berichterstattung eines einzelnen Mediums über die Warnung.
Offene Fragen
- Wurde die Lücke bereits in der Praxis ausgenutzt?
- Welche Ubuntu-Versionen sind laut der Warnung betroffen?