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Cybersicherheit EINZELNE QUELLE

Anthropic meldet von Claude geschriebenen Linux-Exploit gegen ungepatchtes Ubuntu

Black and white close-up of rusty padlocks on a fence symbolizing security and love.
Symbolbild.Photo by Virooshan Theva on Pexels

Anthropic zufolge hat sein Modell Claude einen funktionierenden Angriff geschrieben, mit dem Außenstehende ohne Passwort über das Internet die volle Kontrolle über einen Linux-Server übernehmen können. Die dahinterstehende Lücke CVE-2026-98432 wird für mehrere Ubuntu-Versionen weiterhin als verwundbar geführt.

Was die Schwachstelle ermöglicht

Anthropic zufolge erlaubt der Angriff einem Fremden die volle Kontrolle über einen Linux-Server übers Internet, ein Passwort ist nicht nötig. Der Fehler mit der Katalognummer CVE-2026-98432 steckt laut Bericht seit Linux-Version 4.4 im System und erhält auf der Schweregrad-Skala 9,8 von 10 Punkten.

Der Angriff soll weniger als eine Stunde brauchen, um eine versteckte Stelle im Arbeitsspeicher zu finden, danach etwa fünf Minuten, um einen Befehl mit Root-Rechten auszuführen, der höchsten Zugriffsstufe.

Reaktion von Ubuntu und Red Hat

Red Hat veröffentlichte am Sonntag Korrekturen. Canonical, das Ubuntu entwickelt, hatte noch keinen Fix bereitgestellt; der eigene Fehlerverfolger von Ubuntu führt weiterhin jede Version von 16.04 bis 26.10 als verwundbar.

So funktioniert die Race Condition

Laut AlmaLinux verwirft ein Systemteil eine Information, während ein anderer Teil sie noch verwendet. Eine eigens gestaltete Nachricht, die eine Internetverbindung öffnet, kann dies auslösen. Anthropic weist darauf hin, dass ein gescheiterter Versuch nur den Verbindungsaufbau abbricht, ohne das System zum Absturz zu bringen, weshalb ein Angreifer es so oft wiederholen kann, bis es klappt. Der Exploit setzt laut Bericht einen Server mit Multipath TCP voraus, einer Funktion, die eine Verbindung gleichzeitig über mehrere Wege führt.

Claudes Rolle und aktueller Stand

Anthropic zufolge hat Claude den Exploit nach einer ersten Anweisung geschrieben, und zwar mit einem nicht veröffentlichten internen Modell. Eine vollständige, funktionierende Lösung ist laut Bericht noch in Arbeit.

Offene Fragen

  • Wann veröffentlicht Canonical einen Fix für Ubuntu?
  • Wie viele Server mit der betroffenen Konfiguration sind gefährdet?

Wichtige Fakten

  • Red Hat veröffentlichte am Sonntag Korrekturen, während Ubuntu zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch keinen Fix hatte.

Quellen & Belege