Anthropic nennt 16,3 Milliarden Dollar Halbjahresumsatz im IPO-Entwurf
Anthropic, das Unternehmen aus San Francisco hinter Claude, hat in einem Registrierungsentwurf, der bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde, einen Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar und einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar für das erste Halbjahr 2026 offengelegt. Das Dokument ist der erste formelle Schritt zu einem Börsengang, der vorläufig für November 2026 geplant ist.
Was der Entwurf zeigt
Beide Zahlen stammen aus dem S-1-Entwurf, der dem Entwickler der Claude-Modellfamilie für die ersten sechs Monate 2026 einen Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar zuweist. Im selben Zeitraum verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar.
Laut Einreichung geht dieser Verlust überwiegend auf nicht zahlungswirksame Bilanzanpassungen zurück, die mit früheren Finanzierungsrunden zusammenhängen. Mit steigender Bewertung von Anthropic sind diese Anpassungen auf dem Papier deutlich gewachsen.
Wachstum im Vergleich zu 2025
Der Umsatz des gesamten Jahres 2025 belief sich auf rund 4,6 Milliarden Dollar und lag damit mehr als zwölfmal über dem Niveau von 2024. Die Zahlen für 2025 folgen einem ähnlichen Muster: ein GAAP-Nettoverlust von etwa 42 Milliarden Dollar, dagegen ein operativer Verlust von 8,06 Milliarden Dollar ohne nicht zahlungswirksame Posten, wobei Rechen- und Infrastrukturausgaben 7,33 Milliarden Dollar ausmachten.
Umsatz im dritten Quartal und Rentabilitätsangabe
Anthropic nannte außerdem einen Umsatz von 16,8 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2026, was einem sequenziellen Wachstum von etwa 45 bis 46 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal entspricht, in dem der Umsatz zwischen 11,5 und 11,6 Milliarden Dollar lag. Das Unternehmen erklärte, in diesem Quartal eine bereinigte Profitabilität und einen positiven Cashflow erreicht zu haben.
Künftige Ausgabenverpflichtungen
Der Entwurf benennt zudem künftige Verpflichtungen: mindestens 518 Milliarden Dollar für Rechen-, Cloud- und Infrastrukturausgaben über etwa zehn Jahre.
Offene Fragen
- Findet der Börsengang wie vorläufig für November 2026 geplant statt?
- Wie werden die nicht zahlungswirksamen Anpassungen hinter dem Verlust von 80,7 Milliarden Dollar im endgültigen Dokument dargestellt?