Anthropic meldet 16,3 Milliarden Dollar Halbjahresumsatz in IPO-Entwurf
Anthropic hat laut Zahlen aus einem Entwurf des Börsenprospekts, über den Crypto Briefing berichtet, in den ersten sechs Monaten 2026 einen Umsatz von 16,3 Milliarden Dollar erzielt. Dasselbe Dokument weist für den Zeitraum einen Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar aus, der vor allem auf nicht zahlungswirksame Buchungen zurückgeht.
Umsatz und Rechenkosten im Dokument
Der Halbjahresumsatz von 16,3 Milliarden Dollar steht dem Vergleichswert von 1,1 Milliarden Dollar aus dem gleichen Zeitraum 2025 gegenüber. Die Summe übertrifft damit den Gesamtumsatz des Unternehmens für 2025 von rund 4,6 Milliarden Dollar um mehr als das Dreifache.
Auch die Ausgaben für Rechenleistung und Infrastruktur sind gestiegen, wenn auch langsamer. Anthropic gab im ersten Halbjahr knapp 9 Milliarden Dollar dafür aus, im gesamten Jahr 2025 waren es 7,3 Milliarden Dollar. Laut Dokument erzielte das Unternehmen pro eingesetztem Dollar für Rechenleistung 1,70 Dollar Umsatz und verzeichnete im zweiten Quartal in Folge einen bereinigten Gewinn.
Woher der Nettoverlust stammt
Der Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar entfällt laut Dokument größtenteils auf 72 Milliarden Dollar an nicht zahlungswirksamen Buchungen, die mit dem steigenden Wert wandelbarer Finanzierungsinstrumente zusammenhängen. Für diese Belastungen flossen keine Barmittel ab.
Das Dokument nennt zudem langfristige Cloud- und Infrastrukturverpflichtungen im Wert von 518 Milliarden bis über 600 Milliarden Dollar. Die größten Posten sind 111 Milliarden Dollar bei Google, 110 Milliarden Dollar bei AWS und 31 Milliarden Dollar bei Microsoft.
Kundenkonzentration und geplanter Börsengang
Rund 20 bis 25 Prozent des Halbjahresumsatzes stammen von zwei nicht genannten Kunden. Anthropic, ein in San Francisco ansässiges Unternehmen für künstliche Intelligenz, plant einen Börsengang für November 2026, der laut Bericht eine Bewertung von bis zu 2 Billionen Dollar anstreben könnte. Goldman Sachs und Morgan Stanley sollen das Angebot führen.
Die Zahlen stammen aus einem Prospektentwurf und können sich bis zu einem möglichen Börsengang noch ändern. Der Bericht, auf den sich diese Darstellung stützt, stammt von einem einzigen Medium, Crypto Briefing.
Offene Fragen
- Werden die Zahlen im endgültigen Prospekt mit dem Entwurf übereinstimmen?
- Wer sind die beiden Kunden, auf die etwa ein Fünftel bis ein Viertel des Umsatzes entfällt?