Agile Robots zeigt kompakten Nvidia-Humanoiden und plant 1.000 bis 2.000 Einheiten für 2027
Das Münchner Unternehmen Agile Robots SE hat den Agile ONE SN vorgestellt, einen kompakten Humanoiden für Universitäten und Forschungseinrichtungen, und will nach eigenen Angaben 2027 zwischen 1.000 und 2.000 humanoide Roboter bauen, die allesamt auf Nvidia-Technik laufen.
Technische Eckdaten des Agile ONE SN
Der Agile ONE SN ist ein kleineres Modell, das zusammen mit der Ankündigung präsentiert wurde. Das Unternehmen beschreibt ihn als kompakte humanoide Referenzplattform für die Forschung. Je nach Konfiguration wiegt er etwa 34 bis 43 Kilogramm, im Datenblatt sind 31 Freiheitsgrade verzeichnet. Außerdem besitzt er geschickte Hände mit fünf Fingern und integrierte Kameras.
Die Rechentechnik stammt von Nvidia: Kameras und Bordrechner des SN arbeiten mit Nvidias Plattform Jetson Thor, zudem steuert Nvidia sein Basismodell Isaac GR00T bei. Die Partnerschaft beruht auf standardisierten Kombinationen aus Hardware und Software.
Akademische Kundschaft und Produktionsplan
Agile Robots wirbt mit dem SN bei führenden akademischen Einrichtungen; zu den angepeilten Kunden der Forschungsversion gehören unter anderem die Stanford University und die ETH Zürich. Das Unternehmen argumentiert, die Serienfertigung Nvidia-basierter Humanoiden könne die Robotikforschung beschleunigen und die Zusammenarbeit an Hochschulen verändern.
Der SN ist nicht der erste Humanoide des Unternehmens, das im November 2025 den vollgroßen Agile ONE vorgestellt hatte. Die Produktion sowohl des Standardmodells Agile ONE S als auch der SN-Variante soll bis Ende 2026 anlaufen, für 2027 wird eine Ausbringung von 1.000 bis 2.000 Einheiten erwartet.
Hintergrund zum Unternehmen
Agile Robots wurde 2018 als Ausgründung aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründet. Nvidia, der Halbleiterhersteller aus Santa Clara, bietet unter anderem Grafikprozessoren und Software an.
Offene Fragen
- Wird das Ziel von 1.000 bis 2.000 Einheiten für 2027 erreicht?
- Bestätigen die Stanford University und die ETH Zürich Käufe des SN?