Darkbloom warnt: Mac-Vermietung für KI wird weniger einbringen, Token-Preise sinken um 77 Prozent
Darkbloom, ein Netzwerk, über das Besitzer ungenutzte Mac-Rechenleistung für KI-Inferenz vermieten können, hat seine Mitglieder aufgefordert, mit sinkenden Erlösen zu rechnen. Die Warnung folgt auf einen Preisrückgang von 77 Prozent bei Anthropic-Token binnen weniger als fünf Monaten, wie Tom's Hardware berichtet.
Sinkende Token-Preise drücken die Einnahmen
Darkbloom bezeichnet sich als dezentrales Netzwerk für KI-Inferenz, bei dem bereits trainierte Modelle Antworten erzeugen, statt selbst trainiert zu werden. Das Netzwerk bündelt ungenutzte Rechenkapazität von Macs und verkauft sie weiter. Den Mitgliedern teilte es mit, dass die Erlöse weiter sinken werden, weil die Token-Preise fallen.
Laut The Register fiel der Preis pro einer Million Anthropic-Token von 2,65 Dollar im Mai auf 0,62 Dollar im Oktober 2026, ein Rückgang von 77 Prozent in weniger als fünf Monaten. Tom's Hardware berichtet, dass Mac-Besitzer, die Rechenleistung für Inferenz bereitstellen, bereits sinkende Einnahmen verzeichnen.
Die Bestenliste von Darkbloom verdeutlicht die Größenordnung. Für einen M5 Pro Mac Mini mit 64 GB Unified Memory werden im besten Fall bis zu 192 Dollar im Monat geschätzt. Der Median der 50 besten Anbieter liegt jedoch bei rund 159,86 Dollar im Monat, also etwa 5,26 Dollar am Tag oder 1.918,50 Dollar im Jahr.
Kundenprioritäten begünstigen Spitzenchips
Der wichtigste Kunde von Darkbloom, OpenRouter, legt inzwischen Wert auf Decode-Geschwindigkeit, Quantisierung und Prefill-Geschwindigkeit. Laut Tom's Hardware benachteiligt dies Besitzer, die keinen Spitzenchip der Reihen Max oder Ultra von Apple haben.
Darkbloom erklärt, man werde nicht tatenlos zusehen, wie einzelne Nutzer durch diese Änderungen Einbußen erleiden. Das Netzwerk analysiert die Nachfrage nach Modellen, um Mitglieder darüber zu informieren, welche Modelle gerade stärker gefragt sind.
Steigende Token-Menge trotz fallender Preise
Tom's Hardware weist darauf hin, dass die Preise für KI-Token schneller fallen als das Moore'sche Gesetz vorgibt, und verweist auf Berichte, wonach KI pro Quartal um 50 Prozent günstiger werde. Dass Unternehmen ihre jährlichen KI-Budgets in wenigen Monaten aufbrauchen, führt die Quelle weniger auf den Preis pro Token zurück als auf die Zahl der Token, da agentische KI, die mehrstufige Aufgaben ausführt, die Preisrückgänge übersteigt.
Offene Fragen
- Gleicht die Hinweisliste zur Modellnachfrage die sinkenden Token-Preise für Besitzer ohne Spitzenchips aus?
- Sinken die Token-Preise weiter im bisherigen Tempo?