Chrome-Lücke und Qualcomm-GPU-Fehler zum Infizieren von Android-Handys genutzt
Eine Sicherheitsfirma berichtet, dass Angreifer eine Chrome-Schwachstelle mit einem Fehler im Treiber der Qualcomm-Adreno-GPU verbanden, um Android-Handys zu kompromittieren, die eine manipulierte Website öffneten. Beide Schwachstellen waren bereits behoben, sodass Geräte mit aktuellem Chrome und aktuellen Sicherheitsupdates nicht gefährdet waren.
So funktionierte die Infektion auf Android
Sicherheitsforscher von Sekoia haben eine mobile Hacking-Kampagne beschrieben, die Nutzer von Android und iPhone über gekaperte und gefälschte Websites ins Visier nahm. Auf Android brauchten die Eindringlinge vom Opfer nichts: keinen angeklickten Link, keine installierte App und keine erteilte Berechtigung.
Der Einbruch stützte sich auf zwei getrennte Schwachstellen. Die eine war ein Chrome-Fehler, der Hackern ohne jeden Klick den Zugriff auf Android-Handys erlaubte. Die andere war ein Treiberfehler in der Qualcomm-Adreno-GPU, einem Chip für viele gleichzeitige Berechnungen, der bei Grafik- und KI-Aufgaben eingesetzt wird.
Korrekturen für beide Fehler bereits veröffentlicht
Beide Fehler waren vor Erscheinen des Berichts geschlossen, die Hersteller hatten die Korrekturen also schon herausgegeben. Handys mit aktuellem Chrome und aktuellen Sicherheitsupdates waren daher nicht betroffen.
Google, das Chrome entwickelt, und Qualcomm, dessen Snapdragon-Plattform die Adreno-GPU enthält, sind für die beteiligten Software- beziehungsweise Chipkomponenten zuständig.
Offene Fragen
- Wie viele Android-Handys wurden infiziert, bevor die Fehler geschlossen wurden?
- Welche Chrome- und Adreno-Treiberversionen waren betroffen?