SonicWall schließt sieben SonicOS-Lücken, eine SSL-VPN-Umgehung wird offenbar ausgenutzt
SonicWall hat Sicherheitsupdates für sieben Schwachstellen in seinen SonicOS-Firewalls herausgegeben. Darunter ist ein Fehler bei der SSL-VPN-Authentifizierung, bei dem die eigene Warnmeldung des Unternehmens auf einen Missbrauch in laufenden Angriffen hindeutet. Die Lücke könnte es Angreifern erlauben, die Mehrfaktor-Authentifizierung zu überwinden.
Die Schwachstelle und ihre Kennung
Am gravierendsten ist ein Fehler in der Art, wie der SSL-VPN-Dienst die Anmeldung durchsetzt. Laut der Mitteilung könnte ein Angreifer damit die SAML-Authentifizierung und die daran gekoppelten Mehrfaktor-Kontrollen umgehen. Das Problem ist als CVE-2026-19868 erfasst und trägt einen CVSS-Schweregrad von 7,1.
Das Produktsicherheits-Team von SonicWall, PSIRT, ging einer Meldung nach, die auf eine mögliche Ausnutzung hinwies. Die daraus entstandene Warnmeldung SNWLID-2026-0014 wurde am 6. November 2026 veröffentlicht.
Anzeichen für mutmaßlichen Missbrauch
Die Formulierung der Warnmeldung deutet auf einen vermuteten Missbrauch hin und nicht nur auf ein rein theoretisches Risiko. GBHackers Security, das die Geschichte berichtete, stellt die Lücke so dar, dass sie in aktiven Angriffen zur Umgehung der Mehrfaktor-Authentifizierung dient. Die vorliegenden Fakten stützen den Verdacht einer Ausnutzung, bestätigen aber nicht das Ausmaß solcher Angriffe.
Offene Fragen
- Wie viele Organisationen sind von der vermuteten Ausnutzung betroffen?
- Welche SonicOS-Firewall-Modelle und Firmware-Versionen sind von den Updates erfasst?