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Bitcoin & Krypto EINZELNE QUELLE

CFTC-Chef sieht im Binance-Hack Argument für US-Aufsicht über Offshore-Börsen

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Symbolbild.Photo by Matheus Natan on Pexels

CFTC-Chairman Michael Selig verweist auf den Rekorddiebstahl von rund 6,4 Milliarden US-Dollar bei Binance als Grund dafür, Offshore-Kryptobörsen zur Registrierung bei der Behörde und zur Einhaltung US-amerikanischer Cybersicherheitsstandards zu verpflichten, wie Decrypt berichtet.

Seligs Darstellung des Angriffs

Laut Selig hat der Exploit weder die zugrunde liegende Ethereum-Blockchain noch deren Smart Contracts angegriffen. Er verortete die Schwachstelle in einer Lücke, die über den Laptop eines Mitarbeiters eingeschleust wurde, eine Art Vorfall, der seiner Aussage nach auch an traditionellen Märkten vorkommt. Den entscheidenden Unterschied sieht er im Tempo: Kryptogelder ließen sich weit schneller bewegen, und Angreifer könnten sie über Werkzeuge wie Tornado Cash leiten, um ihre Spur zu verwischen.

Binance korrigiert seine Angaben

Binance nannte zunächst den kompromittierten Laptop eines DevOps-Ingenieurs als Ausgangspunkt. Am Freitag teilte das Unternehmen mit, seine Untersuchung habe inzwischen weitere Einbruchspunkte ergeben. CEO Richard Teng beschrieb einen komplexeren Angriffsablauf, der nicht allein auf den Berechtigungen eines einzelnen Ingenieurs beruhte. TRM Labs erklärte seinerseits, der umfassendere Einbruch weise auf eine Kompromittierung der Signierinfrastruktur von Binance hin und nicht auf eine Schwäche einer Blockchain.

Binance ist ein Kryptowährungsbörsen- und Finanzunternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es hat 6,34 Milliarden US-Dollar zur Deckung der Verluste zurückgelegt und den Nutzern mitgeteilt, ihre Vermögenswerte seien sicher.

CFTC treibt bundesweite Regeln voran

Die CFTC hat ihre eigene Krypto-Regulierung vorangetrieben, statt auf den Kongress zu warten. Sie hat dem Weißen Haus Vorschläge übermittelt, nach denen Ereignisverträge als Swaps gelten sollen, und einen Plan ins Gespräch gebracht, Kryptobörsen unter bundesstaatliche Aufsicht zu stellen. Der Vorstoß folgt auf das Stocken des Clarity Act im Senat, das den Aufsichtsbehörden die Führung überlässt. Selig vertritt dieses Argument seit Wochen, und der Binance-Hack liefert ihm nun ein konkretes Beispiel.

Offene Fragen

  • Welche zusätzlichen Einbruchspunkte hat Binance in seiner Untersuchung festgestellt?
  • Werden die Vorschläge der CFTC zu Ereignisverträgen und zur Börsenaufsicht angenommen?

Wichtige Fakten

  • CFTC-Chairman Michael Selig sagt, der Rekorddiebstahl von rund 6,4 Milliarden US-Dollar bei Binance zeige, warum sich Offshore-Börsen bei der Behörde registrieren sollten.
  • Selig spricht sich außerdem dafür aus, dass Offshore-Börsen US-Cybersicherheitsstandards übernehmen.
  • Selig führt den Angriff auf eine Schwachstelle zurück, die über einen Laptop eingeschleust wurde, nicht auf einen Fehler der Blockchain oder ihrer Smart Contracts.
  • Binance nannte zunächst den kompromittierten Laptop eines DevOps-Ingenieurs, meldete später aber weitere Einbruchspunkte.
  • Binance hat 6,34 Milliarden US-Dollar zur Deckung der Verluste zurückgelegt und erklärt, die Vermögenswerte der Nutzer seien sicher.

Quellen & Belege