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Bitcoin & Krypto EINZELNE QUELLE

Electrum schließt Lücke, über die Angreifer Bitcoin-Zahlungen bei Gebührenerhöhung umlenken konnten

Exterior of historic national bank with decorative elements on classic columns located in city with modern building against blue sky
Symbolbild.Photo by Brett Sayles on Pexels

Die Bitcoin-Wallet Electrum hat Version 4.8.3 ausgeliefert, um eine Sicherheitslücke mit hohem Schweregrad zu schließen. Sie ermöglichte bösartigen Servern, Zahlungen an andere Ziele zu leiten, wenn Nutzer versuchten, die Transaktionsgebühren anzuheben. Die Entwickler bestätigten eine aktive Ausnutzung und forderten Nutzer zum Update auf.

Wie die Umleitung funktionierte

Die Schwachstelle geht darauf zurück, dass Electrum für die Verfolgung unbestätigter Transaktionen auf externe Server angewiesen ist. Ein feindlich gesinnter Server kann eine Transaktion im Netzwerk zurückhalten und stattdessen eine widersprüchliche Version anbieten, die die Mittel an eine vom Angreifer kontrollierte Adresse leitet. Dadurch lassen sich die Zahlungsdetails verändern, die ein Nutzer sieht, bevor er zusätzliche Gebühren freigibt.

Die betrügerische Transaktion trägt zunächst ungültige Signaturen und lässt sich deshalb nicht als legitime Zahlung verarbeiten. Die Angreifer erzeugten Adressen, deren letzte vier Zeichen mit denen der eigentlichen Empfänger übereinstimmten, eine Methode, die Nutzer täuschen kann, wenn sie nur einen Teil der Adresse prüfen.

Entwickler bestätigen Ausnutzung

Die Entwickler machten die Schwachstelle am 24. Oktober öffentlich und bestätigten, dass bösartige Server sie genutzt hatten. Mindestens ein Nutzer verlor Bitcoin, nachdem er eine betrügerische Transaktion ahnungslos freigegeben hatte. Der Offenlegung gingen zwei Beschwerden von Nutzern voraus: Einer bemerkte nach dem Senden einer Zahlung eine unbekannte Transaktion, ein anderer verlor Geld, als er eine ausstehende Überweisung beschleunigen wollte.

Die Lücke betrifft Electrum-Versionen vor 4.8.3. Electrum hat nicht mitgeteilt, wie viel gestohlen wurde, und die Zahl der betroffenen Wallets ist weiterhin unbekannt.

Offene Fragen

  • Wie viele Wallets wurden kompromittiert?
  • Wie viel Bitcoin wurde insgesamt gestohlen?
  • Wie viele Server wurden für die Angriffe genutzt?

Wichtige Fakten

  • Eine Sicherheitslücke erlaubte bösartigen Servern, Bitcoin-Zahlungen umzuleiten, sobald Nutzer die Transaktionsgebühren erhöhten, weshalb ein Notfall-Update nötig wurde.
  • Electrum veröffentlichte Version 4.8.3, nachdem festgestellt worden war, dass Angreifer ausstehende Bitcoin-Zahlungen bei manuellen Gebührenerhöhungen verändern konnten.

Quellen & Belege