Chinesische Astronauten ernten Reis aus im Orbit gewonnenem Saatgut
Astronauten an Bord der chinesischen Raumstation Tiangong haben nach Angaben eines Mediums, das am 18. Oktober berichtete, ihre sogenannte Herbsternte eines Reisanbau-Experiments abgeschlossen. Das Ergebnis ist ein Meilenstein auf dem Weg des Projekts, Reis über mehrere Generationen ausschließlich im All zu ziehen.
Im Orbit gewonnenes Saatgut wird neu ausgesät
Der Besatzung zufolge wurde an Bord eine frische Charge Reis gesammelt, ausgesät und eingelagert. Die Arbeiten gelten als wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die Pflanze über aufeinanderfolgende Generationen ausschließlich im All zu vermehren.
Die erste Generation entstand aus Saatgut, das von der Erde heraufgebracht und im Orbit ausgesät wurde. Die Pflanzen durften in der Schwerelosigkeit keimen, reifen, blühen und Samen bilden. Aus deren Samen wird nun eine zweite Generation, wiederum vollständig im Orbit, herangezogen.
Warum die Mehrgenerationen-Zucht geprüft wird
Saatgut bei jeder neuen Aussaat von der Erde mitzuführen ist eine Einschränkung, die das Projekt prüfen soll. Eine Kultur über mehrere Generationen im Orbit zu ziehen würde zeigen, ob Pflanzen ihren Lebenszyklus ohne neues Material vom Boden abschließen können.
Der Bericht ordnet das Ergebnis als Schritt bei der Frage ein, ob Astronauten auf langen Missionen ihre Nahrung selbst anbauen können. Erträge und die nächsten Versuchsstufen nennt die Berichterstattung nicht.
Offene Fragen
- Wie viel Reis brachte die Herbsternte?
- Wird auch eine dritte Generation aus auf der Station geernteten Samen gezogen?