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KI UNABHÄNGIGE BERICHTE

Microsoft stoppt Oracle-Miete für KI-Rechenkapazität wegen Zertifizierungslücke

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Symbolbild.Photo by Hasan Albari on Pexels

Microsoft hat offenbar begonnen, die Gespräche über die Miete von KI-Rechenkapazität bei Oracle rückabzuwickeln, nachdem die beiden Unternehmen eine bundesstaatliche Sicherheitszertifizierung nicht erreichten. Oracle bestreitet Teile der Darstellung, während Microsoft weiter nach zusätzlicher Kapazität anderswo sucht.

Was der Bericht beschreibt

Laut einem am 16. Juni 2026 veröffentlichten Bericht von Business Insider stand Microsoft kurz davor, eine Miete von mehr als 3 Milliarden US-Dollar für Kapazität der Oracle Cloud Infrastructure abzuschließen, die KI-Anwendungen tragen sollte. Inzwischen hat Microsoft diese Vereinbarung zurückgefahren, nachdem es davon abgesehen hatte, einen Vertrag über ältere Nvidia-Chips zu verlängern, die seinen Anforderungen nicht mehr entsprachen.

Als zentralen Knackpunkt nennt die Berichterstattung, dass die öffentliche Cloud von Oracle nicht FedRAMP-zertifiziert ist. Oracle stufte den Aufwand für diese Zertifizierung als massiven technischen Kraftakt ein. Eine formelle mehrjährige Vereinbarung wurde nie abgeschlossen, gescheitert sind also Verhandlungen und kein unterzeichneter Vertrag.

Oracle widerspricht der Darstellung

Oracle ließ den Bericht nicht unbeantwortet. Am Tag des Erscheinens bezeichnete das Unternehmen dessen Angaben als unzutreffend. Zugleich betonte Oracle, Microsoft bleibe sowohl Partner als auch Kunde, und verwies auf die bestehende Zusammenarbeit beider Firmen.

Microsoft sucht Kapazität anderswo

Microsoft prüft laut Bericht Mietoptionen bei anderen Cloud-Anbietern, um mehr Kapazität für Azure-Kunden freizumachen. Ein separater Strang betrifft ein Rechenzentrum in Texas, an dem Microsoft Kapazität sichern könnte; der Standort wurde zuvor mit Oracle und OpenAI besprochen. Diese Vereinbarung ist noch nicht als endgültig bestätigt.

Der Vorgang zeigt, wie hart große Anbieter um Rechenkapazität ringen. Microsoft betreibt eine der größten Cloud-Plattformen und war dennoch offenbar bereit, mehr als 3 Milliarden US-Dollar Kapazität bei einem Rivalen zu mieten. Neue Rechenzentren zu errichten dauert Jahre, während das Anmieten bestehender Kapazität Server grundsätzlich deutlich schneller in Betrieb bringen kann.

Offene Fragen

  • Wird Oracle die FedRAMP-Zertifizierung für seine öffentliche Cloud erhalten?
  • Wird Microsoft die Vereinbarung für das Rechenzentrum in Texas abschließen?
  • Von welchen anderen Cloud-Anbietern wird Microsoft Kapazität mieten?

Wichtige Fakten

  • Microsoft hat begonnen, eine Vereinbarung zur Miete von KI-Rechenkapazität bei Oracle abzuwickeln.
  • Microsoft verzichtete darauf, einen Vertrag über ältere Nvidia-Chips zu verlängern, da diese nicht mehr seinen Anforderungen genügten.
  • Die gemeldete Miete hätte einen Wert von mehr als 3 Milliarden US-Dollar in der Oracle Cloud Infrastructure gehabt.
  • Laut dem Bericht war das Hindernis eine bundesstaatliche Sicherheitszertifizierung, über die die öffentliche Oracle-Cloud nicht verfügt, nicht Preis oder Chips.
  • Oracle bezeichnete den Aufwand für die FedRAMP-Zertifizierung als massiven technischen Kraftakt.

Quellen & Belege