BitMart bestätigt kleinen Hack während gerichtlich überwachter Abwicklung
Die auf den Kaimaninseln ansässige Börse BitMart hat einen kleinen Hackerangriff bestätigt, der sich am 2. November 2026 ereignete, während sie sich bereits in einer gerichtlich überwachten Restrukturierung befindet. Laut dem Medium, das die Geschichte aufgriff, setzt der Vorfall einer Plattform zu, die gerade abgewickelt wird und sich mit Nutzerbeschwerden über Auszahlungen konfrontiert sieht.
Gründer bestätigt Einbruch und leitet Prüfung ein
Gründer Sheldon Xia räumte den Einbruch am Tag darauf in einem Beitrag auf X ein. Er beschrieb ihn als Vorfall kleineren Umfangs mit einer begrenzten Summe gestohlener Mittel und sagte, er habe umgehend eine Untersuchung ausgelöst, um die Abwehr der Börse zu verstärken.
Als anhaltendes Problem nannte Xia zudem die Personalsituation. Das Sicherheitsteam sei während der Restrukturierung dünn besetzt, eine Schwäche, die sich mit einem Software-Update nicht beheben lasse.
Wallets über drei Netzwerke geleert
Den Berichten zufolge wurden 391.000 Dollar aus Wallets abgezogen, die BitMart zugeordnet werden. Diese Wallets, die die kryptografischen Schlüssel zu digitalen Vermögenswerten verwahren, wurden in den Netzwerken Base, Arbitrum und Optimism geleert.
Bitquery verfolgte den Großteil dieser Abflüsse anhand von Blockchain-Daten bis zu einer Adresse, die auch bei einem Angriff auf die brasilianische Mercado Bitcoin verwendet wurde. Analysen, auf die sich die Berichte stützen, deuten darauf hin, dass die Angreifer BitMart-Wallets rund 53 Minuten vor dem Schlag gegen Mercado Bitcoin ins Visier nahmen. Dort beliefen sich die Gesamtverluste auf etwa 48,6 Millionen Dollar.
Abwicklung und Restrukturierung als Hintergrund
Der Einbruch trifft BitMart in einer Phase, in der das Unternehmen bereits unter gerichtlicher Aufsicht steht. Die Börse kündigte ihre Abwicklung am 26. Juli 2026 an und brachte bis zum 26. August 2026 jeden Handel zum Erliegen. Seither verfolgt sie einen Rückzahlungsplan, der ihre Verbindlichkeiten gegenüber den Nutzern begleichen soll.
Im selben Zeitraum haben sich laut Berichten Nutzerbeschwerden über Auszahlungen gehäuft. Das Medium verwies auf die Serie von Sicherheitspannen bei der Börse und argumentierte, der Vorfall offenbare Schwachstellen von Kryptobörsen in einer Restrukturierung, mit möglichen Folgen für das Vertrauen der Nutzer und die Rückzahlungspläne.
Was bestätigt ist und was nicht
Der Einbruch selbst und die Summe von 391.000 Dollar stützen sich auf Blockchain-Daten und die Darstellung des Gründers. Die Verbindung zum Angriff auf Mercado Bitcoin dagegen ergibt sich aus einer Analyse der Blockchain und nicht aus einer formellen Zuordnung. Sie ist deshalb vorerst als Arbeitshypothese zu behandeln.
Offene Fragen
- Wird BitMart eine Verbindung zum Angriff auf Mercado Bitcoin formell bestätigen?
- Wie wirkt sich der Einbruch auf den Rückzahlungsplan für die Nutzer aus?
- Wird die Börse während der Restrukturierung zusätzliches Sicherheitspersonal einstellen?