SEC-Pläne für Krypto-Finanzierung stoßen auf Kritik von Banken und Rechtsdrohungen
Mit dem Ende der Kommentarfrist für die geplanten Krypto-Ausnahmen der US-Börsenaufsicht SEC meldeten US-Banken und Wall-Street-Firmen gegensätzliche Forderungen an, so CryptoSlate. Community Banks warnten, der Plan könne ihnen Einlagen entziehen, während der Vermögensverwalter Bitwise einen breiteren Zugang zu digitalen Token verlangte.
Was der Vorschlag erlauben würde
Die vorgeschlagene Regulation Crypto Assets würde qualifizierten Krypto-Projekten erlauben, über vier Jahre bis zu 5 Millionen US-Dollar einzusammeln, jährlich bis zu 75 Millionen US-Dollar. Die Angebote von Investmentverträgen müssten dafür nicht nach dem Securities Act registriert werden. Emittenten blieben jedoch an Offenlegungspflichten und die bundesweiten Betrugsbestimmungen gebunden.
Vorgesehen ist zudem ein bedingter Schutzhafen: Ein Krypto-Vermögenswert könnte aufhören, als Investmentvertrag zu gelten, sobald der Emittent die zugesagte wesentliche Managementarbeit abgeschlossen oder dauerhaft aufgegeben hat und einen Übergangsbericht bei der SEC einreicht.
Banken und Vermögensverwalter ziehen in gegensätzliche Richtungen
Community Banks warnen vor einem möglichen Abfluss von Einlagen in Höhe von 1,3 Billionen US-Dollar, der mit dem Wachstum von Stablecoins zusammenhängen könnte. Stablecoins sind digitale Token, die einen festen Wert halten sollen, meist einen Dollar.
Bitwise erklärte in seiner Eingabe, Fondsinitiatoren stünden derzeit vor erheblicher Unsicherheit, wenn sie prüfen, ob ein Token noch unter einen Investmentvertrag fällt. Die Firma will, dass sich Vermögensverwalter auf die öffentlichen Übergangsberichte der Emittenten stützen können, sobald eine Prüffrist der SEC ohne Einspruch verstreicht. Traditionelle Marktbetreiber äußerten sich vorsichtiger zustimmend.
Rechtliche Einwände und umstrittene Zuständigkeit
Investorenvertreter stellen die Befugnis der Behörde infrage, Wertpapierpflichten für digitale Vermögenswerte zu lockern. Das Hyperliquid Policy Center kritisiert verpflichtende öffentliche Analysen und will früheren Schutz, während eine weitere Stelle brauchbare Form-TR-Meldungen fordert.
Eingaben kamen unter anderem von Bitwise, Nasdaq, der Alternative Investment Management Association, Community Banks und Investorenvertretern. Sie zeigen konkurrierende Prioritäten, die die endgültigen Regeln prägen könnten.
Offene Fragen
- Wird die SEC die geplanten Ausnahmen nach der Kommentarphase einschränken oder verschieben?
- Könnten Klagen gegen die Zuständigkeit der Behörde den Plan verzögern oder scheitern lassen?
- Wie wird die SEC Warnungen vor Einlagenabflüssen gegen Forderungen nach breiterem Krypto-Zugang abwägen?