SpaceX-Dokument: Musk hat bei jeder Tesla-Fusion das letzte Wort
Ein Regulierungsdokument von SpaceX, über das Decrypt berichtet, besagt, dass jede Verbindung mit Tesla die Zustimmung des kontrollierenden Aktionärs Elon Musk erfordern würde. Die Angabe ist relevant, weil Musk erklärt hat, sich aus dem geplanten Geschäft herauszuhalten.
Was das Dokument zur Zustimmung sagt
Laut Decrypt bestätigt der jüngste 10-Q-Bericht von SpaceX, dass jede Verbindung mit Tesla die Zustimmung des kontrollierenden Aktionärs benötigt. Die Formulierung findet sich in einem Dokument, das für sich genommen kaum Aufmerksamkeit erregt, so das Portal.
Als dieser Aktionär wird Musk genannt, der nach Angaben von Decrypt rund 85 % der Stimmrechte bei SpaceX kontrolliert. Decrypt zufolge verliert die von Musk beschriebene Enthaltung damit unter den Bedingungen des Dokuments an Gewicht.
Sonderausschüsse und Aktionärsabstimmung
Beide Unternehmen haben am 20. Oktober Sonderausschüsse gebildet, um einen geplanten Zusammenschluss zu prüfen, den Analysten auf einen kombinierten Wert von rund 3,5 Billionen Dollar schätzen. Musk hat sich aus beiden Ausschüssen zurückgezogen, das Geschäft aber öffentlich unterstützt. Decrypt berichtet, dass dies die unabhängige Prüfung erschwert haben könnte.
Auf Seiten von Tesla muss eine Fusion die Schwelle von 50 % aller ausstehenden Aktien überschreiten. Eine Abstimmung der Aktionäre wird bei oder nahe der Hauptversammlung von Tesla am 3. Dezember erwartet.
Offene Fragen
- Wird Musks öffentliche Unterstützung im unabhängigen Ausschuss als Interessenkonflikt gewertet?
- Erreicht Tesla bei der Hauptversammlung am 3. Dezember die Schwelle von 50 %?