Samsung muss rund 15,1 Millionen Dollar zahlen wegen gedrosselter Galaxy-Spieleleistung

Die südkoreanische Kartellbehörde hat Samsung Electronics zur Zahlung von 20,1 Milliarden Won verpflichtet, umgerechnet rund 15,1 Millionen Dollar. Die Behörde sieht die Spitzenmodelle der Galaxy-Reihe bei anspruchsvollen Spielen gedrosselt, obwohl die Werbung eine maximale Spieleleistung versprach. Die Entscheidung betrifft die Galaxy-S22- und Galaxy-S21-Reihe sowie die Galaxy Tab S8-Reihe.
Was die Behörde festgestellt hat
Die Korean Fair Trade Commission, kurz KFTC, sieht in der Vermarktung dieser Geräte eine täuschende Werbepraxis. Samsung habe die Geräte als Lösung für das mobile Spielerlebnis auf höchstem Niveau dargestellt. Tatsächlich enthielt die Software jedoch einen Dienst namens Game Optimization Service, kurz GOS, der die Leistung beim Spielen begrenzt.
Der GOS-Dienst drosselt bei anspruchsvollen Spielen automatisch den Hauptprozessor und den Grafikchip der betroffenen Smartphones und Tablets. Spieler erhielten daher nicht die Leistung, die die Marke versprochen hatte.
Samsungs Verteidigung und die Kritik
Samsung argumentiert, GOS sei eine Sicherheitsfunktion, die bei langen Spielsitzungen für stabiles Spielen sorge. Laut Seoul Economic Daily betont das Unternehmen, dass kein Gericht festgestellt habe, Verbraucher seien durch die Werbung geschädigt worden.
Die Kritik von Verbrauchern war breit. Im März 2022 veröffentlichte Samsung ein Update, mit dem sich GOS vollständig abschalten lässt.
Offene Fragen
- Wird Samsung die Entscheidung der KFTC anfechten, und mit welcher Begründung?