Meta hebt Investitionsrahmen für 2026 an und plant stimmrechtslose Aktien

Meta Platforms hat am 21. Oktober 2026 die untere Grenze seiner Kapitalausgaben-Prognose für das laufende Jahr angehoben und eine neue, börsennotierte Aktienklasse ohne Stimmrecht angekündigt. Der Schritt zeigt, wie stark der Konzern auf künstliche Intelligenz setzt, während die Richtung des Unternehmens fest in der Hand seines Chefs bleibt, wie das Portal Crypto Briefing berichtet.
Neue Ausgabenspanne und ihre Verwendung
Meta rechnet nun für 2026 mit Kapitalausgaben zwischen 135 und 145 Milliarden US-Dollar. Bisher lag die Spanne bei 130 bis 145 Milliarden. Der Konzern hat also das untere Ende angehoben, das obere unverändert gelassen.
Das Geld fließt in die KI-Infrastruktur, also in Chips und Rechenzentren, die zum Training großer Modelle nötig sind. Ein Rechenzentrum ist ein Gebäude voller Rechner, auf denen Online-Dienste laufen. Ein Teil des Budgets geht außerdem an Muse, den KI-Agenten des Konzerns für Verbraucher, eine Software, die mehrstufige Aufgaben erledigt, statt nur eine einzelne Frage zu beantworten.
Quartalszahlen stützen die Prognose
Der Umsatz im dritten Quartal 2026 belief sich auf 64,60 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die 63,37 Milliarden, mit denen die Wall Street gerechnet hatte. Außerdem gab Meta für das vierte Quartal einen Umsatzausblick oberhalb der Konsensschätzungen aus und nannte als Begründung die frühen Ergebnisse von Muse sowie den Start neuer Modelle.
Die höhere Prognose fällt in eine Phase wachsender Rivalität durch führende KI-Entwickler, darunter OpenAI und Anthropic.
Stimmrechtslose Klasse-C-Aktien und Kontrolle
Meta plant eine börsennotierte Klasse C von Stammaktien ohne Stimmrecht, die am 19. Januar 2027 in Kraft treten soll. Laut dem Bericht könnte Meta solche Aktien für Übernahmen und Mitarbeitervergütungen einsetzen, ohne die Stimmkraft der bestehenden Anteilseigner zu verwässern.
Vorstandschef Mark Zuckerberg hält rund 61 Prozent der Stimmrechte, obwohl ihm ein kleinerer Anteil am wirtschaftlichen Wert des Unternehmens gehört. Der Bericht sieht darin die Gefahr, dass sich die Kontrolle weiter konzentriert und der Einfluss der Aktionäre sinkt.
Offene Fragen
- Wie viel des erweiterten Investitionsbudgets fließt in Muse im Vergleich zur Kerninfrastruktur?
- Werden die neuen Klasse-C-Aktien in dem vom Bericht angedeuteten Umfang für Übernahmen oder Mitarbeitervergütungen eingesetzt?