CISA nimmt aktiv ausgenutzte Apple-Lücke CVE-2024-27834 in KEV-Katalog auf

Die US-Behörde für Cybersicherheit und Infrastruktursicherheit CISA hat eine Schwachstelle in der Authentifizierung, die mehrere Apple-Produkte betrifft, in ihre Liste bekannter ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen. Das berichtet SC Media. Die mit CVSS 5.5 bewertete Lücke soll mit Cyberspionage-Kampagnen russischer staatlicher Akteure zusammenhängen.
Lücke betrifft mehrere Apple-Plattformen
Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2024-27834 betrifft laut dem Bericht iOS, iPadOS, macOS, Safari, tvOS und watchOS 10.5. Nach Angaben der CISA könnte ein Angreifer mit beliebigen Lese- und Schreibrechten die Pointer Authentication umgehen, einen Schutzmechanismus in Apples Software.
Verbindung zu russischer Cyberspionage
Die Lücke wurde nach Berichten aktiv ausgenutzt und soll mit Kampagnen russischer Staatsakteure wie APT29, auch Midnight Blizzard genannt, zusammenhängen, die Watering-Hole- und Zero-Click-Exploit-Ketten einsetzten. Jason Soroko, Senior Fellow bei Sectigo, sagte, die CISA habe die Lücke nach Hinweisen auf aktive Ausnutzung aufgenommen.
Warum die mittlere Bewertung trügt
Soroko argumentierte, dass der CVSS-Wert 5.5 bei der Priorisierung von Patches nicht schwerer wiegen sollte als diese Belege, weil die Lücke es einem Angreifer, der Speicher bereits lesen und verändern kann, erlaubt, eine Schutzvorkehrung zu umgehen. Der Analyst Ursry warnte im Bericht von Steve Zurier, dass eine Priorisierung nur hoher und kritischer Schwachstellen dazu führen könne, dass Teile eines Angriffs ungepatcht bleiben.
Lücken bei Updates bleiben ein Problem
Apple stellte im Mai 2024 einen Fix bereit. Ursry sagte, die Lücke sei mit 2025 gepatchten Schwachstellen verkettet worden, weshalb Organisationen über Geräteverwaltung und Zugriffsprotokolle Macs, iPhones und iPads finden sollten, denen Updates fehlen. Soroko riet, vor dem Patchen zu prüfen, ob betroffene Geräte bereits kompromittiert wurden, und bei Verdacht auf Diebstahl Kontoaktivitäten zu untersuchen und Sitzungen zu widerrufen.
Offene Fragen
- Wie viele betroffene Geräte in Organisationen sind noch ungepatcht?
- Wurden Geräte vor dem Update bereits kompromittiert?