NVIDIA bringt RTX Spark N1X: Arm-Chip kommt auf Windows-Notebooks
NVIDIA hat seine Highend-Plattform RTX Spark N1X vorgestellt, die erstmals das GB10-System-on-Chip auf Windows bringt. Laut ServeTheHome soll der Start den Windows-Notebook-Markt mit einem auf KI-Lasten ausgelegten Chip neu ordnen.
Notebooks und Mini-PC kommen gemeinsam
Im Mittelpunkt steht das Surface Laptop Ultra, das zusammen mit rund sechs weiteren Notebooks auf Basis der RTX Spark erscheint. Microsofts Surface RTX Spark Dev Box, ein Windows-Mini-PC, ist Teil derselben Veröffentlichung.
ServeTheHome beschreibt das Surface Laptop Ultra als bislang hochwertigstes Surface-Notebook und als Spitze einer breiteren Initiative, Arm-basierte Prozessoren unter Windows zu verbreiten.
Was der GB10-Chip vereint
Der GB10 ist ein Highend-Design, das die meisten aktuellen CPU- und GPU-Technologien von NVIDIA in einem stromsparenden Chip bündelt. NVIDIA beschreibt ihn als verkleinerten Verwandten seiner Grace-Blackwell-Serverarchitektur; ServeTheHome hält diesen Vergleich im Grundsatz für stimmig, auch wenn der Chip keine exakte Nachbildung ist.
Der Chip besteht aus zwei Chiplets. Das CPU- und Speicher-Chiplet hat MediaTek entworfen, das GPU-Chiplet NVIDIA. Beide werden im 3-nm-Verfahren von TSMC gefertigt, dem zum Start von GB10 fortschrittlichsten Prozess des Fertigers, der neuer ist als der für NVIDIAs Blackwell-GPUs oder die Grace-CPU genutzte.
Die CPU-Seite umfasst 10 Arm-Cortex-X925-Performancekerne und 10 Arm-Cortex-A725-Effizienzkerne in zwei Clustern mit je 16 MB L3-Cache. ServeTheHome weist darauf hin, dass es sich um Standard-Arm-Designs aus der Cortex-Reihe von 2024 handelt und nicht um Grace-Kerne von NVIDIA.
Zeitpunkt und erwartete Leistung
NVIDIA liefert den zugrunde liegenden GB10 seit rund einem Jahr in Linux-Systemen aus, und Gerüchte deuteten an, dass der Chip schon früher auf den Markt kommen sollte. ServeTheHome nennt den Windows-Start lang erwartet und schreibt, dass Partner und Endkunden sehen wollten, wie sich der Chip unter Windows schlägt.
Da die CPU-Kerne aus dem Jahr 2024 stammen, argumentiert ServeTheHome, dass der RTX Spark N1X in Sachen CPU-Technik etwas hinter dem Stand der Zeit auf den Markt kommt, was die Leistung beeinflussen könnte.
Offene Fragen
- Wie wird sich die CPU-Leistung des RTX Spark N1X in der Praxis gegenüber aktuellen Windows-Notebook-Prozessoren schlagen?
- Wird der RTX Spark N1X auch in Geräten außerhalb der Startauswahl angeboten?