Unsichtbare 'SMS of Death' kann Android-Anrufe lahmlegen, auch Notrufe

Eine als 'SMS of Death' bezeichnete Schwachstelle erlaubt es einem entfernten Angreifer, den Telefondienst auf Android-Smartphones mit einer einzigen versteckten Nachricht zu stören, und kann sogar Anrufe bei Notdiensten unterbrechen. Die Lücke rückt die Sicherheit des Nachrichtensystems auf Android-Geräten erneut in den Fokus.
Wie eine manipulierte Nachricht Anrufe lahmlegt
Bereits eine speziell manipulierte SMS genügt, um den Telefondienst auf Android abstürzen zu lassen. Laufende Gespräche werden unterbrochen, und das Smartphone ist vorübergehend nicht mehr benutzbar.
Entdeckt und dokumentiert hat das Problem der unabhängige Forscher Mark Blaszczyk. Demnach kann ein entfernter Angreifer die Störung auslösen, indem er eine einzige speziell erstellte WAP-Push-Nachricht verschickt.
Was eine WAP-Push-Nachricht ist
Wireless Application Protocol Push, kurz WAP Push, ist eine Nachricht, die über das Mobilfunknetz übertragen wird, meist als binäre SMS. Sie enthält strukturierte Daten, die das Smartphone ohne Zutun des Nutzers automatisch verarbeitet.
Anders als eine gewöhnliche Textnachricht kann eine WAP-Push-Nachricht Benachrichtigungen, Links zu Internetangeboten und Konfigurationen für Mobilfunkdienste transportieren. Weil das Telefon diese Inhalte selbstständig auswertet, lässt sich das Betriebssystem dazu bringen, den für die Telefonfunktion zuständigen Prozess zum Absturz zu bringen.
Ein Angriff ohne Klick und ohne Warnung
Am bedenklichsten ist die Art der Ausführung. Der Angriff kommt ohne Klick aus: Der Empfänger muss die Nachricht weder öffnen, noch einen Link wählen oder etwas freigeben.
Laut dem Bericht kann der Angriff zudem die Möglichkeit beeinträchtigen, Notdienste zu erreichen, was die Lücke gravierender macht als eine bloße Störung.
Offene Fragen
- Welche Android-Versionen und Geräte sind von der Schwachstelle betroffen?
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