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Hubble fotografiert Gravitationslinse als Vorbereitung auf Roman-Teleskop

Launch of the Roman Space Telescope (NASA livestream).webm
Reference image.Photo: NASA Authors & editors:… / Wikimedia Commons · Public domain
Vollständige QuellenangabeFile:Launch of the Roman Space Telescope (NASA livestream).webm / NASA Authors & editors: Robert Nemiroff, Jerry Bonnell, Cecilia Chirenti, Keighley Rockcliffe A service of: ASD at NASA / GSFC, NASA Science Activation & Michigan Tech. U. Random APOD Generator Yesterday's Image APOD: 2026 August 30 – M74: A Grand Design Spiral Tomorrow's Image / Launch of the Roman Space Telescope / Wikimedia Commons / Public Domain / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Launch_of_the_Roman_Space_Telescope_(NASA_livestream).webmQuellseite

Die NASA hat eine Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops von einer Gravitationslinse veröffentlicht, eine von vielen Beobachtungen, mit denen sich die Behörde auf die Wissenschaft des künftigen Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskops vorbereitet. Das Bild zeigt eine ferne Galaxie, deren Licht von einer näheren Galaxie gebeugt und vergrößert wird.

Was das Bild zeigt

Das Bild zeigt eine ausladende Balkenspiralgalaxie, doch die NASA hebt eine Gravitationslinse in der unteren rechten Ecke als Hauptmerkmal hervor. Dort steht eine rötliche elliptische Galaxie im Vordergrund vor einer weiter entfernten Galaxie, deren Licht zu blauen Bögen gedehnt wird.

Die Vordergrundgalaxie liegt etwa 4,5 Milliarden Lichtjahre entfernt, die Hintergrundgalaxie rund acht Milliarden Lichtjahre, also fast doppelt so weit. Die Anordnung erzeugt einen großen Bogen oben links von der Vordergrundgalaxie und ein kleineres, gespiegeltes Abbild derselben Hintergrundgalaxie unten rechts, eine Konfiguration, die als Bogen-Gegenbogen-Paar bezeichnet wird.

Abgesehen von einigen wenigen Vordergrundsternen sind fast alle Objekte im Bildausschnitt Galaxien. Eine winzige Spirale links neben der großen könnte eine Satellitengalaxie sein, vergleichbar mit den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, die die Milchstraße umkreisen.

Warum Linseneffekte für die Dunkle Materie wichtig sind

Gravitationslinsen entstehen, wenn die Masse eines Vordergrundobjekts die Raumzeit krümmt und das Licht dahinterliegender Objekte ablenkt und vergrößert. Je massereicher die Vordergrundgalaxie ist, desto stärker wirkt die Linse und desto stärker wird das Licht gebeugt. Damit ist der Effekt ein zentrales Werkzeug für die Erforschung der Dunklen Materie, der unsichtbaren Substanz, die den größten Teil der Masse im Universum ausmacht.

Die sichtbare Materie der Vordergrundgalaxie reicht nicht aus, um das Ausmaß der Verzerrung in der Hintergrundgalaxie zu erklären. Forscher können daher aus der Verzerrung sowohl die Gesamtmasse der Vordergrundgalaxie als auch den Anteil der Dunklen Materie ableiten. Astronomen nutzen die scharfen Hubble-Aufnahmen, um ein Computermodell zu erstellen, mit dem sich diese durch Dunkle Materie verursachten Verzerrungen genauer analysieren lassen.

Hubble und Roman als ergänzende Instrumente

Hubble beobachtet vor allem im sichtbaren und ultravioletten Licht mit etwas Infrarotabdeckung und liefert hochauflösende Ansichten einzelner Objekte. Das Roman-Teleskop wird vor allem Infrarotwellenlängen und etwas sichtbares Licht erfassen, mit einem deutlich größeren Bildfeld für Panoramaaufnahmen.

Diese Linsenaufnahme ist eine von vielen Gravitationslinsen-Beobachtungen, die Hubble gemacht hat. Die NASA beschreibt die Reihe als Vorbereitung auf die Forschung, die Roman durchführen wird.

Offene Fragen

  • Wann wird das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop seinen wissenschaftlichen Betrieb aufnehmen?
  • Wie viele Linsenbeobachtungen Hubble letztlich zu den Vorbereitungen beitragen wird?

Wichtige Fakten

  • Das Hubble-Weltraumteleskop der NASA hat eine Gravitationslinse im Rahmen der Vorbereitungen für das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop aufgenommen.
  • Die elliptische Vordergrundgalaxie liegt etwa 4,5 Milliarden Lichtjahre entfernt, die Hintergrundgalaxie etwa acht Milliarden.
  • Die gelensten Bögen der Hintergrundgalaxie erscheinen als großer Bogen und als kleineres, gespiegeltes Gegenstück, ein sogenanntes Bogen-Gegenbogen-Paar.
  • Astronomen nutzen solche Verzerrungen, um die Masse der Vordergrundgalaxien und den darin enthaltenen Dunklen Materie zu berechnen.
  • Hubble und Roman beobachten ergänzende Wellenlängen und Bildfelder.

Quellen & Belege