Arm meldet Rekordumsatz von 1,44 Milliarden Dollar, Aktie gibt trotzdem nach

Der britische Chipdesigner Arm Holdings meldete am 4. November 2026 für sein zweites Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 1,44 Milliarden Dollar, doch die Aktie verlor nachbörslich an Wert und setzte den Rückgang in den folgenden Handelstagen fort. Laut Crypto Briefing konzentrierte sich die Reaktion auf die Royalty-Erträge und die Sorgen um den Smartphone-Markt.
Lizenzgeschäft hebt den Gesamtumsatz
Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahr um 27 % und markiert das fünfte Quartal in Folge, in dem Arm den Erlös im Jahresvergleich um mehr als 20 % steigerte. Den stärksten Beitrag lieferte das Lizenz- und Sonstige Geschäft mit einem Anstieg um 50 % auf 773 Millionen Dollar. Lizenzerlöse sind Vorauszahlungen, die Unternehmen für den Zugang zu den Designs leisten.
Die Royalty-Erlöse, also die kleine Gebühr, die Arm auf jeden später ausgelieferten Chip mit seinen Designs erhebt, legten maßvoller um 8 % auf 670 Millionen Dollar zu. Crypto Briefing zufolge verfehlte diese Zahl die Erwartungen.
Gewinnkennzahlen zeichnen ein gemischtes Bild
Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 33 % auf 0,52 Dollar und lag damit über den Erwartungen der Wall Street. Der GAAP-Nettogewinn sank dagegen trotz steigender Erlöse auf 130 Millionen Dollar.
Warum Anleger die Aktie verkauften
Crypto Briefing führt den Kursrückgang vor allem auf das Royalty-Defizit zurück, das nach Ansicht des Berichts den realen Chipabsatz über die Zeit am besten abbildet. Auch der Ausblick bot wenig Beruhigung: Arm erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von 1,54 Milliarden Dollar, plus oder minus 50 Millionen Dollar, sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,56 Dollar, plus oder minus 0,04 Dollar.
Der Bericht verweist außerdem auf anhaltenden Druck im Handy-Markt, der Zweifel daran weckt, wie weit die Royalties noch wachsen können, da ein großer Teil des Stammgeschäfts von Arm an Smartphones hängt.
Rechenzentren als nächster Treiber
Die Royalties aus Rechenzentren haben sich laut dem Bericht im Jahresvergleich verdoppelt. Konzernchef Rene Haas nannte die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur als wichtige Triebkraft für das künftige Geschäft von Arm.
Offene Fragen
- Wird das Royalty-Wachstum mit den Zuwächsen im Lizenzgeschäft gleichziehen?
- Wie stark kann der Druck im Smartphone-Markt die Royalties belasten?