Chainalysis-Datenleck weitet sich auf Passwort-Hashes und aktive Tokens aus
Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis hat seine Angaben zu einem Cyberangriff ausgeweitet. Nachdem zunächst nur nicht sensible Kundendaten als betroffen galten, räumt das Unternehmen nun ein, dass auch Passwort-Hashes und aktive Tokens offengelegt wurden. Wie die Medienberichterstattung von Cointelegraph festhält, hat Chainalysis nicht mitgeteilt, wie viele Nutzer von welcher Art der Offenlegung betroffen sind.
Umfang der Offenlegung korrigiert
Chainalysis teilte am Mittwoch mit, dass der Angriff größere Auswirkungen hatte als zunächst beschrieben. Das Unternehmen hatte den Eindringversuch zuvor als Vorfall mit ausschließlich nicht sensiblen Kundeninformationen eingestuft. Nun heißt es, auch Passwort-Hashes und aktive Tokens seien offengelegt worden.
Eine frühere Mitteilung nannte Nutzer-IDs, Namen und E-Mail-Adressen als betroffen und erklärte, es gebe keine Belege dafür, dass Angreifer auf Authentifizierungsdaten oder Sitzungstoken zugegriffen hätten. Diese Aussage ist durch die neueren Angaben überholt.
Passwörter und Konten betroffen
Ein weiteres Update vom selben Tag besagt, dass ein On-Path-Angriff einige Passwörter von Kunden offengelegt hat. Chainalysis erklärte, diesen Angriffsweg eingedämmt und behoben zu haben.
Vorsorglich sperrt das Unternehmen betroffene Konten und verlangt neue Passwörter.
Ungeklärte Punkte
Chainalysis hat nicht offengelegt, ob bei jedem Nutzer dieselbe Art von Daten betroffen war. Gegenüber Cointelegraph machte das Unternehmen über seine veröffentlichte Mitteilung hinaus keine weiteren Angaben.
Trotz der breiteren Offenlegung gebe es weiterhin keine Hinweise darauf, dass Angreifer Ermittlungsdaten abgerufen oder seine Zuordnungsdaten manipuliert hätten, so das Unternehmen.
Offene Fragen
- Wie viele Nutzer waren von offengelegten Passwort-Hashes oder aktiven Tokens betroffen?
- Waren die Daten aller betroffenen Nutzer auf die gleiche Weise offengelegt?