Starke Oktober-Arbeitsmarktdaten erhöhen Chancen auf Zinserhöhung der Fed im Dezember
Ein stärker als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktbericht für Oktober hat die Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve im Dezember verstärkt, wie Crypto Briefing berichtet.
Beschäftigung übertrifft Prognosen deutlich
Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft legte im Oktober um 165.000 zu und übertraf damit die Konsensprognose von 65.000 weit. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent.
Nach Darstellung von Crypto Briefing war vor allem der Abstand zu den Erwartungen ausschlaggebend, da er die Argumente für eine straffere Geldpolitik stärkte.
Terminmärkte preisen Dezember-Erhöhung ein
Nach der Veröffentlichung verschoben sich die Terminmärkte spürbar. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 25 Basispunkte auf der Dezember-Sitzung der Fed wird nun auf 76 bis 79 Prozent geschätzt, vor dem Bericht lag sie bei rund zwei Dritteln.
Die Bewegung zeigt, dass Marktteilnehmer eine weitere Zinserhöhung inzwischen für wahrscheinlicher halten als zuvor. Es handelt sich dabei jedoch um marktimplizierte Schätzungen und nicht um eine Entscheidung der Fed.
Aktuelle Zinslage der Fed
Das Zielband der Federal Reserve für den Leitzins liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Notenbank hatte die Zinsen zuletzt im September angehoben, und eine Erhöhung im Dezember würde auf diesem Schritt aufbauen.
Der Bericht enthält keine Angaben dazu, wie sich Vertreter der Fed zu den Daten geäußert haben.
Offene Fragen
- Werden Vertreter der Federal Reserve in öffentlichen Äußerungen eine Zinserhöhung im Dezember bestätigen?
- Werden kommende Inflationsdaten die Marktwahrscheinlichkeiten auf dem aktuellen Niveau halten?