Microsoft gibt europäischen Kunden neue Kontrollen über Zugriff und Schlüssel in der Souveränitäts-Cloud

Microsoft hat seine Sovereign Cloud aktualisiert, damit europäische Kunden strenger steuern können, wer auf kritische Workloads und die sie schützenden Verschlüsselungsschlüssel zugreifen darf, wie SC Media berichtet.
Aufsichtswerkzeuge und kundeneigene Schlüssel
Microsoft hat die Aktualisierungen der Sovereign Cloud am 20. Oktober angekündigt. Das Paket umfasst Data Guardian und Production Touch Ledger, Funktionen zur besseren Aufsicht über den Fernzugriff von Ingenieuren. Europäische Partner können damit den Zugriff auf Produktivsysteme nachverfolgen.
Die externe Schlüsselverwaltung über Azure Managed Hardware Security Module ist nun allgemein verfügbar, sodass Organisationen die Kontrolle über ihre Verschlüsselungsschlüssel behalten können. Verschlüsselung verwürfelt Daten so, dass nur der Inhaber des Schlüssels sie lesen kann. Ein neues Sovereign Control Panel bietet zentrale Übersicht im Azure-Portal.
Zuständigkeiten für Partner und Offline-Betrieb
Für Managed Service Provider und Systemintegratoren machen die Aktualisierungen klar zugewiesene Aufgaben bei Zugriffsprüfungen, Schlüsselwiederherstellung und Vorfallbehandlung nötig. Partnern wird empfohlen, ihre Betriebsmodelle gründlich zu testen, damit Wiederherstellungsverfahren und administrativer Zugriff auch bei Störungen funktionieren.
Microsoft erweitert zudem die Optionen für getrennten Betrieb über Sovereign Private Cloud, die Workloads ohne ständige Verbindung laufen lässt.
Offene Fragen
- Wie werden Partner die Zuständigkeiten für Zugriffsprüfungen und Schlüsselwiederherstellung in der Praxis aufteilen?