OpenAI-Backend Pando soll Git-Pushes um rund 80 Prozent beschleunigen

Laut einem Bericht von Crypto Briefing hat OpenAI Pando vorgestellt, ein Git-kompatibles Backend, das die Zeit fürs Hochladen von Code in sein Monorepo nach Angaben des Berichts um etwa 80 Prozent verkürzt. Der Bericht stellt die Zahl als Ergebnis der eigenen Forschung von OpenAI dar.
Was das Backend für Entwickler bringt
Pando bedient inzwischen die gesamte Entwicklung im Monorepo von OpenAI. Laut Bericht sank die mediane Push-Latenz um fast 80 Prozent, was einer nahezu fünffachen Verbesserung entspricht.
Das Backend bleibt beim üblichen Git-Client und -Protokoll, sodass Ingenieure und Codex-Agenten weiter git push und git fetch wie gewohnt ausführen. Pando behandelt Branches unabhängig voneinander und erlaubt parallele Aktualisierungen unverbundener Branches, während die Reihenfolge der Änderungen innerhalb jedes Branches erhalten bleibt.
Skalierungsdruck als Auslöser
OpenAI erklärt, sein Repository sei durch eine Flut von Commits des KI-Codieragenten Codex unter Druck geraten. Pando adressiert zwei getrennte Skalierungsprobleme: viele Schreibzugriffe auf unterschiedliche Branches gleichzeitig und starke Lesezugriffe durch Fetches und Clones.
Laut den Forschungsergebnissen ging das System im April 2026 nach rund zehn Wochen Entwicklung in Produktion. Geleitet hat die Arbeit ein einzelner Ingenieur, unterstützt von Teams aus Codex-Agenten.
Berichtete Durchsatzwerte
Dem Bericht zufolge bedient Pando täglich nahezu ein Petabyte Git-Daten und arbeitet dabei mit nur wenigen CPU-Kernen. Im aufgezeichneten Spitzenbetrieb wurden in einer Stunde mehr als 57 TB Git-Pack-Daten ausgeliefert.
Die Forschung weist darauf hin, dass Clone- und Fetch-Vorgänge auf üblichen Cloud-Servern bis zu 10 Gbit/s Bandbreite nutzen können. OpenAI hat zudem Beiträge an das Git-Projekt selbst zurückgegeben.
Offene Fragen
- Wie wurden die Latenzmessungen im Monorepo von OpenAI durchgeführt?
- Wird OpenAI unabhängige Benchmarks zu Pando veröffentlichen?