WORLDTECH NEWS Globale Technologie-Nachrichten.Kontakt
Bitcoin & Krypto UNABHÄNGIGE BERICHTE

BlackRock prüft mit SBI und Startale Anbindung tokenisierter Fonds an Yen-Stablecoin JPYSC

Explore a detailed vintage computer circuit board showcasing retro electronic components and chips.
Symbolbild.Photo by Nicolas Foster on Pexels

BlackRock hat mit SBI Holdings und Startale Group eine Absichtserklärung geschlossen, um zu klären, ob tokenisierte Geldmarktfonds an JPYSC angebunden werden könnten, den von SBI angebotenen, an den Yen gekoppelten Stablecoin. Die Vereinbarung ist ein Sondierungsschritt und kein Produktstart; sie verbindet technische, kommerzielle und regulatorische Fragen miteinander.

Umfang der Dreier-Sondierung

Die Absichtserklärung haben auf der einen Seite SBI Holdings und Startale Group, auf der anderen BlackRock Financial Management und BlackRock Japan unterzeichnet. Ihr erklärtes Ziel ist es, einzuschätzen, ob tokenisierte Geldmarktfonds, deren Anteile als handelbare Einträge auf einer Blockchain geführt werden, mit JPYSC verbunden werden könnten, dem an den japanischen Yen gebundenen SBI-Stablecoin.

Die Partner haben ihre Arbeit in drei Stränge geteilt: Technologie und Infrastruktur, Geschäft und Vertrieb sowie Regulierung und Marktentwicklung. Technisch wollen sie erfassen, was eine Integration erfordern würde, einschließlich der Infrastruktur, über die tokenisierte Fonds mit JPYSC interagieren könnten. Kommerziell sollen mögliche Geschäftsmodelle und Vertriebswege ausgelotet werden, aufbauend auf den bestehenden Netzwerken und dem Marktzugang jedes Unternehmens.

Warum ein Stablecoin ins Modell passt

Ein Geldmarktfonds legt Kapital in kurzfristige, risikoarme Instrumente an. Eine tokenisierte Variante verzeichnet diese Fondsanteile auf einer Blockchain und ermöglicht so, dass sie sich ähnlich wie digitale Vermögenswerte bewegen und abwickeln lassen. In der von den Partnern beschriebenen Konstellation würde ein Stablecoin die Geldseite bilden, sodass Anleger zwischen einem verzinslichen Fonds und einem Zahlungstoken wechseln könnten, ohne auf konventionelle Bankkanäle angewiesen zu sein.

Bisherige Bilanz von JPYSC

JPYSC ging am 24. Juni 2026 als erster treuhandbasierter Yen-Stablecoin Japans an den Start. Den Token gibt SBI Shinsei Trust Bank aus, die Reserven werden auf getrennten Treuhandkonten gehalten. Nach japanischen Regeln gilt er als elektronisches Zahlungsinstrument des Typs III.

Im Juli 2026 führten SBI und Startale Machbarkeitsprojekte in einem Ethereum-Testnetz durch. Laut Berichterstattung zeigten diese Versuche eine nahezu sofortige Abwicklung mit JPYSC sowie eine automatisierte Dividendenausschüttung on-chain für einen tokenisierten Aktienfonds im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar.

Offene Fragen

  • Welche regulatorischen und marktseitigen Schritte wären nötig, bevor ein verbundenes Produkt Anleger erreichen könnte?
  • Werden die drei Unternehmen aus der Absichtserklärung einen Zeitplan oder ein erstes Produkt ankündigen?

Wichtige Fakten

  • BlackRock Financial Management und BlackRock Japan haben eine Absichtserklärung mit SBI Holdings und Startale Group unterzeichnet.
  • Die Partner wollen prüfen, tokenisierte Geldmarktfonds mit dem auf Yen lautenden Stablecoin JPYSC von SBI zu verbinden.
  • Die Sondierung umfasst Technologie und Infrastruktur, Geschäft und Vertrieb sowie Regulierung und Marktentwicklung.
  • JPYSC wird von SBI Shinsei Trust Bank herausgegeben und nach japanischen Regeln als elektronisches Zahlungsinstrument des Typs III eingestuft.
  • Im Juli 2026 führten SBI und Startale Machbarkeitsprojekte in einem Ethereum-Testnetz durch.

Quellen & Belege